Rezension: "Tim und Struppi und das Geheimnis der Literatur"

Comics entführen ihre Leser in fremde Welten. Wenn ihr Autor und Zeichner dieser Comics Hergé heißt, dann umspannen diese Reisen den ganzen Globus: Von Russland bis Amerika. Ein ganze andere Facette der Tim und Struppi-Alben eröffnet der Brite Tom McCarthy, der mit seinem Buch Tim und Struppi und das Geheimnis der Literatur das Tor zu eben selbiger aufstösst und Hergés Werk gekonnt mit der Weltliteratur verbindet:

„Mit Tim und Struppi und das Geheimnis der Literatur hat Tom McCarthy nicht nur ein Buch geschrieben, das zum Nachdenken einlädt, sondern auch zum erneuten Lesen von „Tim und Struppi“. Dabei muss auch die Arbeit des Verlages Blumenbar und die Übersetzung von Andreas Leopold Hofbauer gewürdigt werden. Natürlich ist „Tim und Struppi“ eine Ausnahme in der europäischen Comiclandschaft, doch wenn heute schon Kleinverlage solch gut lesbaren Bücher über Comics herausgeben, dann lässt das für die wachsende Anerkennung dieser Gattung hoffen.“

Die komplette Rezension findet man beim Tagesspiegel.

Veröffentlichung: The Rise and Reason of Comics and Graphic Literature

Ein Buch in der Hand zu halten, an dem man mitgewirkt hat, ist immer ein schönes Gefühl. Mit The Rise and Reason of Comics and Graphic Literature erscheint ein Sammelband, der randvoll mit Aufsätze über Comics ist – von ihrer Form bis zur Terminologie.

Der Titel meines Beitrages lautet:

„Suspended in Mid-Month: Serialized Storytelling in Comics“

Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr das Buch kauft oder euer Bibliothek weiterempfehlt.

Neue Debattenansätze in der Sekundärliteratur

Am Montag den 03. Mai ist die aktuelle Ausgabe der Comixene (Nr. 107) erschienen. Mit dabei ist ein zweiseitiger Artikel im Rezensor von mir, der mit „Comics und Literatur: Neue Debattenansätze in der Sekundärliteratur“ überschrieben ist. Es geht also nicht um meine persönliche Einschätzung dieser unheiligen Allianz, sondern mehr um den Blick auf die Arbeit von anderen Wissenschaftlern, die sich mit den beiden Kunstformen auseinandergesetzt haben:

„‚Willst du, Literatur, diese Kunstform, Comic, zu deinem angetrauten Weibe nehmen?‘ Eine berechtigte Frage, der sich unlängst diverse Autoren angenommen haben, um Schnittmengen, Unterschiede und Eigenheiten herauszuarbeiten.“

Es werden besprochen: Die Sonderausgabe der Text+Kritik, die Jubiläumsausgabe der Reddition, die Comicradioshow Comic-Kabinett und Knigge Beitrag über Comics im neuen Kindlers Literaturlexikon.

Die Comixene ist in jedem gut sortieren Comicladen und an Bahnhofskiosken erhältlich.

Studies in Comics Vol.1 Issue 1

Die erste Ausgabe des britischen Comicjournals Studies in Comics ist heute erschienen. Um sich der Leserschaft vorzustellen, findet die Premiere des Journals, das sich der Comicwissenschaft verschrieben hat, kostenlos zugänglich im Netz staat.

In dieser ersten Ausgabe habe auch ich eine kleine Rezension zu yellow: Schriften zur Comicforschung aus dem Christian A. Bachmann Verlag geschrieben. Nebenbei habe ich versucht meine Perspektive auf die deutsche Comicforschung zu ergänzen.

Vielen Dank noch mal an Paul Gravett, der es mir ermöglicht hat neben Wissenschaftlern wie John A. Lent, Pascal Lefevre und Bart Beaty zu stehen.