Rezension: "X’ed Out"

Pioniere sind Menschen, die dort hingehen, wo zuvor noch niemand war. Charles Burns einen Pionier zu nennen, würde vielleicht auf den ersten Blick etwas seltsam anmuten, da sein X’ed Out zu Teilen aus Anspielungen auf anderen Comics zusammengestückelt ist. Ein Pionier ist er aber nicht aufgrund seiner Geschichte, sondern durch die Art und Weise wie er sie erzählt, denn das ist wirklich Comic-Neuland:

Eine 56seitige Hommage also, an den Großmeister der Ligne Claire, Hergé, und den frankobelgischen Comic? Auch wenn Burns die Ligne Claire für seine Zwecke verwendet, so stehen seine klaren Linien doch im Widerspruch zu den Dingen, die dort abgebildet werden: unterirdische Ströme, Menschen mit Masken, Gedärme, Alptraumvisionen – Hintergründiges. Burns stellt dem Begriff Klarheit, der sich auf die Darstellungsebene bezieht, eine fragmentierte Handlung gegenüber, die an William Burroughs‘ (Naked Lunch) cut-up-Technik erinnert.

Die komplette Rezension findet sich auf www.comicgate.de.