Rezension: "Panik im Atlantik"

Er zählte in den Neunzigern zu den Revoluzzern, zu den Comic-Künstler, die etwas ausprobierten, da sie vom immer gleichen frankobelgischen Album die Nase voll hatten. Doch mittlerweile hat Lewis Trondheim den Spagat zwischen Avantgarde und Mainstream schneinbar satt. Während Emile Bravo die Spezial-Reihe Spirou und Fantasie noch auf ein Podest gestellt hat, passt sich Trondheim dem Mittelmaß an:

„Der Topos „Kreuzfahrt“ hat eine literarische Tradition: von Julio Cortázars mysteriösem Roman Die Gewinner über skurrile Passagen aus Jonathan Franzens Die Korrekturen bis hin zu David Foster Wallaces humoristischem Aufsatz „Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich“. Zusammengepfercht mit hunderten von Menschen auf einem Schiff. Welche Rückschlüsse lassen sich in dieser Situation über den Mikrokosmos Gesellschaft ziehen? Eine solch gesellschaftskritische Nachfrage vermeiden Trondheim und der Zeichner Fabrice Parme mit Panik im Atlantik und schippern lieber in ulkigen „Traumschiff“-Fantasien herum.“

 Die komplette Rezension findet sich auf www.tagesspiegel.de.